Die Oberhautzellen

Die obenliegenden, vieleckigen, kissenartigen, verhornten Hautzellen, sind das Aufbau- oder Syntheseprodukt des Wachstumsvorganges der Oberhautzellen.

 

Die Haut erneuert sich dabei immer in einem bestimmten Rhythmus. Ausgehend von den unteren Basalzellen bis zu den oberen, verhornten Zelllagen. Der Lebenszyklus einer Hautzelle beträgt ca. 28 Tage, so dass etwa jeden Monat die Haut einmal komplett von innen heraus erneuert wird.


Durch diese Wachstumsvorgänge ergibt sich die vermeintliche Art der Zellschichtung.
Die endgültigen, obenliegenden Hornhautzellen erfüllen vorwiegend schützende Aufgaben. Sie sind das Ergebnis des säulenartigen (d. h. des von innen nach außen stattfindenden) Wachstums der Hautzellen (Keratinozyten). Die Keratinozyten sind die untersten Hautzellen (Basalzellen), die besonders zur Bildung von Horn, dem Keratin, befähigt sind.


Unsere Oberhaut entwickelt sich also nicht durch schichtenartiges, sondern durch säulenartiges Wachstum, d. h. das Wachstum erfolgt von "unten nach oben“. Ein weitgehend gleichmäßiges Oberhautrelief ist dabei ein wichtiger Hinweis und Ausdruck eines physiologischen, gut durchbluteten, Bindegewebes.


Wie sehr die Oberhautzellen den biologischen Bedingungen des eigenen Gewebes und der Umwelt ausgesetzt sind und durch diese beeinflusst werden, lässt sich an den verschiedenen Aktivitäten der Hautzellen erkennen. So ist die Abgabe von Feuchtigkeit an die Außenluft -auch unter regulären natürlichen Bedingungen- erheblich. Täglich werden ca. 500 ml Wasser allein durch Verdunstung abgegeben. Dabei wirken die Schweißdrüsen nicht einmal mit.
Da aber ohne genügend Feuchtigkeit in den Zellen und Zellzwischenräumen ein geregeltes Wachstum der Oberhautzellen und die Hornbildung nicht gewährleistet ist, muss zusätzlich Feuchtigkeit von außen und innen zugeführt werden.
Für das reguläre Zellwachstum wird weiterhin Energie benötigt. Gute Energielieferanten, die auch die Bausubstanz für neue Zellen liefern, sind hochwertige Fette.
Deshalb sind auch in feuchtigkeitsspendenden Cremes Zusätze von natürlichen, energieliefernden Fetten erforderlich. Als spezielle Emulsion können sie die erheblichen Abdunstungen, die über die Haut stattfinden, verringern. Die Eigenfeuchtigkeit der Zellen bleibt dann länger erhalten.